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HGH Fragment 176-191

HGH Fragment 176-191

Die letzten 16 Aminosäuren des Wachstumshormons als eigenes Peptid: in Tiermodellen fettmobilisierend, ohne die Wachstums- und Insulineffekte des ganzen Moleküls.

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Überblick

HGH Fragment 176-191 schneidet aus dem 191 Aminosäuren langen Wachstumshormon nur das C-terminale Ende heraus. Die Hypothese dahinter: Wenn die Sequenzen fehlen, die die Wachstumsachse aktivieren, bleibt der Stoffwechseleffekt übrig. Der nahe Verwandte AOD-9604 (Sequenz 177-191) liefert den größten Teil der Daten.

Tierexperimentelle Befunde:

  • Oral gegebenes AOD-9401 bremste bei adipösen Mäusen die Gewichtszunahme; im Fettgewebe nahm die Lipolyse zu und die Lipogenese ab, was sich auch an isoliertem Fettgewebe vom Menschen zeigte (2000).
  • Über 14 Tage senkten sowohl hGH als auch das C-terminale Fragment AOD9604 bei adipösen Mäusen die Gewichtszunahme und erhöhten die Fettoxidation; dabei blieb der hGH-Rezeptor vom Fragment unbesetzt, und es kam weder zu Hyperglykämie noch zu Zellproliferation (2001).
  • Beide Stoffe steigerten die Expression des Beta-3-Adrenozeptors; fehlte dieser Rezeptor (Knockout-Mäuse), blieb der Gewichtseffekt aus, der Rezeptor ist also Teil des Mechanismus (2001).
  • Bei adipösen Zucker-Ratten verringerte eine tägliche orale Gabe über 19 Tage die Gewichtszunahme um mehr als die Hälfte, die Insulinempfindlichkeit litt dabei nicht (2000).

Mechanistisch wird das Fragment mit einer höheren Aktivität der hormonsensitiven Lipase und einer stärkeren Beta-3-Stimulation in Verbindung gebracht, also mit Fettmobilisierung. Als kleines Peptid aus 16 Aminosäuren wird es schnell abgebaut; die Halbwertszeit ist kurz. Für Studien, die Lipolyse isoliert von Wachstum und Glukosestoffwechsel betrachten wollen, ist das Fragment deshalb das sparsamere Werkzeug als das ganze Hormon.

Hinweise zu Risiken

Weil dem Fragment die wachstums- und insulinwirksamen Abschnitte fehlen, fällt das Profil milder aus als beim vollständigen HGH. Die ausgeprägte Wassereinlagerung oder Karpaltunnel-ähnliche Beschwerden der GH-Literatur tauchen hier weitgehend nicht auf.

  • Einstichstelle: Rötung, Druckgefühl oder kurze Reizung sind das Häufigste.
  • Vereinzelt werden kurze Müdigkeit oder ein leichtes Wärmegefühl direkt nach der Gabe berichtet.
  • Der schnelle Abbau begrenzt die Wirkdauer, ändert am milden Bild aber nichts.
  • Die Datenbasis besteht fast nur aus Tiermodellen und kurzen Erfahrungswerten; belastbare Humanstudien über lange Zeiträume gibt es nicht.

Ärztlichen Rat ersetzt diese Übersicht nicht.

Quellen

Alle Produkte sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt. Nicht für Menschen oder Tiere, nicht zur Diagnose oder Behandlung. Die Texte fassen veröffentlichte Forschung zusammen und sind keine medizinische Empfehlung.