Cartalax
Tripeptid Ala-Glu-Asp aus der Khavinson-Reihe, in Studien dem Knorpelgewebe und Modellen der Gelenkdegeneration zugeordnet.
Derzeit nicht im Sortiment. Hinterlass deine E-Mail, wir sagen dir, wenn es wieder da ist.
Überblick
Mit nur drei Aminosäuren, Ala-Glu-Asp, ist Cartalax eines der kleinsten Moleküle der Khavinson-Reihe. Entwickelt wurde es am Institut für Bioregulation und Gerontologie in St. Petersburg, um altersbedingten Knorpelabbau in Modellen zu untersuchen; sein Zielgewebe ist der Knorpel.
Präklinische Arbeiten berichten an Chondrozyten:
- eine gesteigerte Synthese von Proteoglykanen
- mehr Produktion von Kollagen Typ II
- weniger Matrix-Metalloproteinasen, also der Enzyme, die Knorpelmatrix abbauen
In russischen Berichten taucht Cartalax als Begleitsubstanz in Versuchsanordnungen zu degenerativen Gelenkveränderungen auf, etwa in Arthrosemodellen und in der Bandscheibenforschung. Außerhalb dieses Umfelds ist das Peptid kaum untersucht worden, die internationale Bestätigung ist sehr dünn.
Der Wirkmechanismus wird wie bei allen Peptiden dieser Klasse epigenetisch gedacht: Cartalax soll an regulatorische Abschnitte der DNA binden und die Genexpression der Knorpelzellen verschieben, ohne die Erbinformation zu verändern. Zwei der aufgeführten Arbeiten untersuchen in diesem Sinn, wie kurze Peptide die Differenzierung von Stammzellen in Richtung Knorpel und von Zellen allgemein lenken. Die beschriebenen Protokolle sehen eine subkutane Gabe in kurzen Kuren von 10 bis 20 Tagen vor, die zwei- bis dreimal im Jahr wiederholt werden. Du erhältst das Peptid als Lyophilisat; es ist allein für Forschung und Bildung bestimmt.
Hinweise zu Risiken
Weder die Zell- und Tierstudien noch die wenigen Arbeiten am Menschen zeigen für Cartalax relevante toxische Effekte; es wird als eines der verträglichsten Peptide der Khavinson-Reihe eingestuft. Drei Vorbehalte bleiben:
- Datenbasis: fast ausschließlich kleine, russischsprachige Studien aus dem Khavinson-Umfeld; die internationale Wiederholung ist sehr begrenzt, und zur Langzeitsicherheit am Knorpel hat niemand Daten erhoben.
- Kurzzeit-Design: alle Beobachtungen stammen aus Kuren von 10 bis 20 Tagen. Zu einer durchgehenden Gabe gibt es keine Daten.
- Einstichstelle: eine leichte, vorübergehende Rötung oder Reizung nach subkutaner Injektion ist die am häufigsten beschriebene Reaktion; die Reaktivität des Moleküls selbst wird als gering eingestuft.
Ärztlichen Rat ersetzt diese Übersicht nicht.
Quellen
- Peptide Regulation of Chondrogenic Stem Cell Differentiation - Linkova et al. (2023) untersuchen, wie kurze Peptide Stammzellen in Richtung Knorpelzellen differenzieren lassen.
- Peptides of cartilage tissue: regulation of chondrocyte proliferation, geroprotection and prospects for use in osteoarthrosis - Übersicht von Myakisheva et al. (Vrach 2023) zu Knorpelpeptiden, der Cartalax-Sequenz und der Vermehrung von Chondrozyten.
- Peptide Regulation of Cell Differentiation - Khavinson et al. (2020) fassen zusammen, wie kurze Peptide die Differenzierung von Zellen steuern.
Alle Produkte sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt. Nicht für Menschen oder Tiere, nicht zur Diagnose oder Behandlung. Die Texte fassen veröffentlichte Forschung zusammen und sind keine medizinische Empfehlung.