GHK-CU
GHK-Cu: drei Aminosäuren und ein Kupferion, Anfang der 1970er im menschlichen Plasma entdeckt, seitdem ein Dauerthema der Hautforschung.
Derzeit nicht im Sortiment. Hinterlass deine E-Mail, wir sagen dir, wenn es wieder da ist.
Überblick
Mit dem Alter verschwindet GHK-Cu allmählich aus dem Blut. Diese Beobachtung ist der Ausgangspunkt für fünf Jahrzehnte Forschung an dem Tripeptid aus Glycin, Histidin und Lysin, das Kupfer-Ionen bindet und Anfang der 1970er Jahre erstmals aus menschlichem Plasma gewonnen wurde. Weil der Spiegel sinkt, wurde das Molekül zu einem Kernthema der Alterungs- und Hautregenerationsforschung.
Die Wirkung zeigt sich bereits bei winzigen Konzentrationen im Bereich von 1 bis 10 Nanomol pro Liter. Zu den Zelltypen, an denen sie in vitro beschrieben ist, gehören Hautfibroblasten, Keratinozyten und Endothelzellen.
Was präklinische und In-vitro-Arbeiten dem Kupferpeptid zuschreiben:
- mehr Kollagen und Glykosaminoglykane
- Regulation der Metalloproteinasen und ihrer Gegenspieler
- Anstoß zur Gefäßneubildung
- antioxidative und entzündungshemmende Wirkung
- Aktivierung von Genen, die an der Gewebereparatur mitwirken
Beim Auftragen auf die Haut wurden in Studien dichtere, elastischere Haut und mehr Kollagen vom Typ I gemessen. Darüber hinaus liegen Befunde zu Lunge, Knochen, Leber und Magenschleimhaut vor.
Eine Schwachstelle hat das Molekül: Es wird von Carboxypeptidasen angegriffen. Deshalb arbeitet die Forschung häufig mit stabilisierten Formulierungen oder kombiniert GHK-Cu mit anderen Peptiden. In der Regenerations- und Anti-Aging-Forschung zählt es dennoch zu den am gründlichsten untersuchten Peptiden überhaupt. Wenn du nach Literatur suchst, wirst du zu kaum einem anderen Peptid so viele Übersichtsarbeiten finden.
Hinweise zu Risiken
Über fünf Jahrzehnte Forschung ist ein mildes Profil dokumentiert, vor allem für das Auftragen auf die Haut und für niedrige subkutane Mengen. Für die systemische Gabe und für lange Zeiträume gibt es keine belastbaren Humandaten; die Einschätzung beruht auf Zellmodellen, topischen Studien und kurzen Erfahrungszeiträumen.
- Einstichstelle: Rötung, ein Druckempfinden oder eine kurzzeitige Reizung nach subkutaner Gabe, die häufigste Beobachtung.
- Kupfer: Als Kupferkomplex reizt GHK-Cu die Einstichstelle tendenziell etwas stärker als kupferfreie Peptide. Bei sehr hohen oder sehr häufigen Mengen diskutiert die Literatur eine theoretische Gefahr, dass sich Kupfer im Körper ansammelt.
- Kreislauf: Einzelne Berichte nennen kurze Müdigkeit oder ein Wärmegefühl nach der Gabe.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
- GHK Peptide as a Natural Modulator of Multiple Cellular Pathways in Skin Regeneration - breite Übersicht über die Signalwege, die GHK in der Haut anstößt.
- Regenerative and Protective Actions of GHK-Cu in the Light of New Gene Data - Genexpressionsdaten zu schützenden und regenerativen Effekten.
- Nanoengineered Self-Assembling Peptides Promote Wound Healing - neuere Arbeit zu stabilisierten Formulierungen des Peptids.
- GHK and DNA: Resetting the Human Genome to Health - Auswertung der Genexpression: GHK verändert die Aktivität von mehr als 4000 Genen.
Alle Produkte sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt. Nicht für Menschen oder Tiere, nicht zur Diagnose oder Behandlung. Die Texte fassen veröffentlichte Forschung zusammen und sind keine medizinische Empfehlung.