CP10 (CJC + IPA)
CP10 vereint CJC-1295 ohne DAC und Ipamorelin, zwei Sekretagoga, die über verschiedene Rezeptoren denselben Wachstumshormon-Puls verstärken.
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Überblick
Zwei Schalter für dieselbe Drüse: Das ist das Prinzip hinter CP10. Die Fertigmischung enthält CJC-1295 ohne DAC (Mod GRF 1-29) und Ipamorelin in festem Verhältnis, und jede Komponente spricht die Hypophyse über einen eigenen Weg an.
- CJC-1295 ohne DAC ist ein GHRH-Analogon mit veränderter Aminosäuresequenz, die es gegen proteolytischen Abbau schützt. Es bindet an GHRH-Rezeptoren im Hypophysenvorderlappen und startet die Ausschüttung von Wachstumshormon über den cAMP-Signalweg.
- Ipamorelin ist ein selektiver Agonist am Rezeptor GHS-R1a, besser bekannt als Ghrelin-Rezeptor. Sein Signal löst die GH-Freisetzung direkter und schneller aus.
Treffen beide Signale zusammen, verstärken sie sich. In Studienmodellen wird die Kombination mit drei- bis fünffach höheren GH-Spitzen verglichen mit nur einer der beiden Substanzen in Verbindung gebracht. Zwei Eigenschaften machen die Paarung in der Sekretagogen-Forschung besonders beliebt: Erstens bleibt die Ausschüttung pulsartig und damit nahe am physiologischen Muster, was als Vorteil gegenüber der direkten Gabe von Wachstumshormon diskutiert wird. Zweitens lässt Ipamorelin Cortisol und Prolaktin weitgehend unberührt, anders als unselektive Sekretagoga wie GHRP-6.
Die Mischung gehört damit zu den am häufigsten untersuchten Kombinationen im Bereich der Wachstumshormon-Sekretagoga. Dass beide Peptide bereits gemeinsam im Vial vorliegen, erspart das getrennte Auflösen und Abmessen und hält das Verhältnis der Komponenten konstant. Wenn du die Literatur zu GH-Sekretagoga durchsiehst, begegnet dir dieses Paar deshalb häufiger als fast jede andere Kombination.
Hinweise zu Risiken
Beide Peptide regen die körpereigene, pulsartige Ausschüttung von Wachstumshormon an, und Ipamorelin verändert Cortisol und Prolaktin in Studien nicht nennenswert. Langzeitdaten am Menschen gibt es nicht; die Einschätzung stützt sich auf kurze Studien und Erfahrungsberichte.
- Einstichstelle: Rötung, ein Druckempfinden oder eine kurzzeitige Reizung nach subkutaner Gabe, die häufigste Beobachtung.
- Typisch für Wachstumshormon: kurzzeitige Wassereinlagerungen sowie taube oder kribbelnde Hände wie beim Karpaltunnel-Syndrom, meist mengenabhängig und rückläufig.
- Zuckerstoffwechsel: Ein angehobener GH-Spiegel kann in Studien den Blutzucker im Nüchternzustand steigen und die Empfindlichkeit für Insulin vorübergehend sinken lassen.
- Müdigkeit oder Benommenheit kurz nach der Gabe, passend zum GH-Gipfel.
Ärztlichen Rat ersetzt diese Übersicht nicht.
Quellen
- Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue - Erstbeschreibung von Ipamorelin und seiner Selektivität: GH-Freisetzung ohne nennenswerte Wirkung auf Cortisol und Prolaktin.
- Pharmacokinetic-pharmacodynamic modeling of ipamorelin in human volunteers - Modell zu Aufnahme, Abbau und Wirkung von Ipamorelin bei Freiwilligen.
- Prolonged Stimulation of GH and IGF-I by CJC-1295 - Pharmakokinetik und Wirkprofil des CJC-1295-Grundgerüsts.
- Human GHRF-albumin bioconjugates - identification of CJC-1295 - Mechanismus der Aktivierung des GHRH-Rezeptors.
Alle Produkte sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt. Nicht für Menschen oder Tiere, nicht zur Diagnose oder Behandlung. Die Texte fassen veröffentlichte Forschung zusammen und sind keine medizinische Empfehlung.