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GHRP-2

GHRP-2

Hexapeptid am Ghrelin-Rezeptor: einer der stärksten GH-Sekretagoga der ersten Generation, mit messbarer Wirkung auf Hunger, Cortisol und Prolaktin.

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Überblick

GHRP-2 gehört zur ersten Generation synthetischer Wachstumshormon-Sekretagoga: sechs Aminosäuren, die mit dem Magenhormon Ghrelin strukturell nichts gemein haben, aber denselben Rezeptor GHS-R1a aktivieren und so die somatotropen Zellen der Hypophyse zu einer pulsartigen GH-Abgabe bringen.

Aus der Forschung:

  • Im direkten Vergleich an gesunden Erwachsenen lösten GHRP-2 und Hexarelin eine vergleichbar kräftige, dosisabhängige GH-Antwort aus; beide übertrafen GHRH, und Prolaktin, ACTH sowie Cortisol stiegen leicht mit (1997).
  • Unter einer GHRP-2-Infusion nahmen sieben gesunde Männer im Mittel 35,9 % mehr Nahrung zu sich als unter Kochsalzlösung. Der Hunger-Effekt von Ghrelin lässt sich mit dem Peptid also nachstellen (2005).
  • Bei 15 kleinwüchsigen Kindern stieg unter intranasaler Gabe die Wachstumsgeschwindigkeit nach sechs Monaten von 3,7 cm auf 6,1 cm jährlich, ohne dass sich IGF-1 veränderte (1997).
  • Die Übersicht von 1998 ordnet die GHRP-Klasse als Stoffe ein, die an Hypothalamus und Hypophyse zugleich angreifen und vermutlich ein damals noch unbekanntes natürliches Hormon imitieren. Ghrelin wurde erst 1999 entdeckt.

In Tiermodellen zählt GHRP-2 zu den potentesten Vertretern seiner Familie. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 15 bis 60 Minuten, die Wirkung ist also kurz. Gegenüber dem selektiven Ipamorelin fällt das Profil breiter aus: Neben GH bewegen sich auch Cortisol und Prolaktin moderat, weshalb viele Studiendesigns heute auf Ipamorelin ausweichen und GHRP-2 vor allem für Vergleiche und Potenzfragen heranziehen. Die Substanzgeschichte reicht bis in die 1990er Jahre zurück.

Hinweise zu Risiken

Die Datenlage besteht aus kurzen Studien und Erfahrungsberichten; Langzeitdaten zum Menschen gibt es nicht. Beobachtet werden:

  • Rötung, Druckgefühl oder vorübergehende Reizung an der Einstichstelle.
  • Wassereinlagerung, Kribbeln oder Taubheit in den Händen, wie bei allen GH-Sekretagoga dosisabhängig und rückläufig beschrieben.
  • Ein moderater Anstieg von Cortisol und Prolaktin sowie spürbar mehr Hunger, der Unterschied zum selektiven Ipamorelin.
  • Höherer Nüchternblutzucker und vorübergehend verringerte Insulinempfindlichkeit als Folge erhöhter GH-Spiegel.

Ärztlichen Rat ersetzt diese Übersicht nicht.

Quellen

Alle Produkte sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt. Nicht für Menschen oder Tiere, nicht zur Diagnose oder Behandlung. Die Texte fassen veröffentlichte Forschung zusammen und sind keine medizinische Empfehlung.